Da liegen noch so ein Dutzend Episoden angefangen hier in meinem Textfile und ich muss mir seit einiger Zeit eingestehen dass ich kein Bock mehr habe all das zu bloggen was so war und wird.
Auch das Pattaya-Forum, für das ich diese Aufzeichnungen angefangen habe, ist für mich nicht mehr interessant. Wenn man hier lebt sind die immer wiederkehrenden Themen nicht mehr so spannend. Foren an sich sind überhaupt so ein Relikt aus der Jahrtausendwende und die Kinder aus dieser Zeit sind alt genug als potentielle Sexualpartner.
Die Community in solchen Foren ist zeitweise schwierig, aber wenn man alle blockiert, die schlechte Laune machen, gehts eigentlich. Die Leute mit denen man dann noch so abhängt, sind längst im Line-Messenger gespeichert. Für den aus dem Forum entstandenen Bitcoin-Stammtisch ist es vielleicht sogar besser, wenn die Termine nicht öffentlich ausgehängt werden. Es wird Zeit zu gehen, fehlte noch so der richtige Impuls.
Ich dachte ja das wäre wenn das Power-Law-Modell gebrochen ist, aber das wehrt sich noch. Der Impuls kam nun mit den neuen KI-Spielregeln. Grundsätzlich ist KI ja so ein Game-Changer, der den gesamten Arbeitsmarkt noch umkrempeln wird, und ich bin froh aus dem Game raus zu sein, das Konzept Erwerbsarbeit überzeugt mich nicht mehr. Auch wenn ich als Spezialist für Automatisierung und KI am leckeren Ende der Nahrungskette damit wohl ganz gut klar käme.
Auf der andere Seite kann ich diese Massen an KI-Output selbst auch nicht mehr sehen. Weder die bunten billigen Bildchen, die einen überall anschreien, noch die stumpfen Texte aus der Maschine. Nun habe ich aber unter meinen Fotos in der Galerie auf Flickr von der KI generierte Titel, die ich zusammen mit Keywords und Beschreibung erstellen lasse um da überhaupt etwas sinnvolles stehen zu haben.
Eigentlich gehören damit meine Bilder samt Titel auch nicht mehr ins Forum. Oder ich mache einen Disclaimer rein, dass alles von mir irgendwie KI enthalten könnte. Auch dieses Blog könnte man mit KI-Content locker weiterlaufen lassen. Aber im Prinzip ist alles erzählt. Es gibt so Projekte wie „Pattaya unfiltered“ die konsequent auf generierte Texte setzen (und sogar meine Fotos benutzen). Von dem ganzen gesichtslosem Clickbait-Kram auf Youtube mal gar nicht erst anzufangen. Schön dass ich das nicht nötig hab.
Ich kommen gerade aus Schland wieder, wo ich die Situation zunehmend unerträglich finde. Ich habe alle Verpflichtungen verkauft, verschenkt, beerdigt oder abgemeldet und muss damit dort nicht wieder hin. Überhaupt bin ich jetzt in der beneidenswerten Situation, generell mal gar nichts mehr zu müssen. Ich mache jetzt nur noch das wo ich Bock drauf habe.
Und wenn dann wieder einmal hyperaktive Motivator aus der Kiste kommt, der mir all die Jahrzehnte gesagt hat dass dies oder das doch ein spannendes Projekt wäre, weil ja man nicht einfach nix tun kann, dann sag ich ihm „ich muss gar nix mehr“ und nehm ich ihn und setz ihn wieder in eben diese Kiste zurück und mache den Deckel gut zu.
Ich muss auch der Katze kein Haus im Issaan bauen, respektive die Kohle dafür raustun. Aber ich kann das trotzdem tun, das ist schließlich noch so ein Klassiker auf der Todo-Liste hier. Ist vielleicht im Alter mal ganz gut zu haben. Vielleicht werde ich in zehn Jahren sogar mal Hotelier auf dem Dorf, kein Ha-Dao-Wellness-Tempel, sondern eine schnöde Bungalow-Anlage mit Suppenküche wie wir sie für Short-Time kennnen. Und auch nur wenn das Motivationsmonster bis dahin wieder Boden gut gemacht hat, mit einem kleinen Dojo dabei, in dem ich die Dorfjugend bespaßen kann.
Bis dahin macht der alte weiße Mann mit seiner Kamera Fotos von allem was gut aussieht. Nicht um damit Wettbewerbe zu gewinnen, sondern einfach so aus intrinsischer Motivation und Freude am kreativen Prozess, so ganz ohne Monster. Außerdem stehe ich noch dreimal die Woche auf der Matte, auch nicht mehr weil ich irgendwas erreichen will, sondern weil es mich geistig ausfüllt und der alte Mann sich ja auch bewegen muss.
Schließlich bleibt noch Thema Nummer Eins. An sich fehlt mir ja bei der Katze nichts, aber weil ich die beste Katze von allen habe, sagt sie nur „bay loy“ und lässt sich mich auch mit anderen Katzen spielen. Derweil genießt sie die Ruhe im Katzenhaus, wenn ich am Samstag in irgendeinen Hotel in Pattaya übernachte.
Das Konzept hat bei uns den Namen „sanook wan sao“ bekommen, mir gefällt die Doppeldeutigkeit des thailändischen Namens für den Samstag. Bei Agoda habe ich mittlerweile durch meine vielen Wochenend-Buchungen den Diamond-VIP-Status und guck mit so einen Budget-Herberge nach der anderen an.
Dazu könnte ich mir natürlich aus Thaifriendly oder von der Bitchroad eine Vaginalfachkraft suchen, aber das läuft bei mir jetzt anders. Ich hab da einen Agent, genauer gesagt einen Tomboy, der mir für eine Handvoll Baht, während ich mein Zimmer einsortiere, das spaltbare Material direkt in die Reaktorkammer liefert. Hilfreicherweise gibt es auch Anweisungen in der Muttersprache der Amateurmodelle, die nämlich fast durchweg kein Wort Englisch können.
Nach Sahnekuchen und Zielfoto schleppt das Kollege mich dann auch noch in irgendwelche Schuppen in die ich sonst nicht gehen würde. Natürlich bin ich für die Tischrechnung zuständig, aber das ist ein Witz in Vergleich zu den Kursen auf der Walking. Wieso das Tomboy die Mädels anzieht wie Scheiße die Fliegen hab ich zwar nicht verstanden aber amüsant ist es allemal. Was dann noch nach reichlich Alkohol passiert überlasse ich eurer dreckigen Phantasie.
Soweit der Bericht aus Bangsaray, wir schalten zurück ins Studio. Der Onkel ist raus. Wenn jemand fragt, zeigt ihm diesen Artikel. Und wer noch was will findet mich schon. Work hard, play hard. Class dismissed. Over and out.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen